DER WEINBERG: Im Camino de Santiago

Seit 16 Jahren ist meine Leidenschaft der Weinbau, ein Weinberg, den ich in Sahagun im Südosten der Provinz León, mitten im Camino de Santiago (Strecke Codex Calixtinus) pflanzte, wo es in jener Zeit keine Weinberge mehr gab.

Er liegt zwischen den Flüssen Valderaduey und Cea (nördliche Nebenflüsse des Duero) auf etwa 850 m üM, am Berganhang der Antiklinale am Ufer des Cea. Von dort aus sind die Erlenwälder sichtbar, die aus den Lanzen der Märtyrer des kaiserlichen Heeres von Karl dem Grossen blühten, nur 500 m vom Franziskanerkloster der „Peregrina“ entfernt, und die so sehr mit der Geschichte und dem Leben der Menschen dieser Gegend verbunden sind.
Die Bepflanzung ist vorwiegend von Reben Prieto Picudo, aber auch von Tempranillo, die mit ausgewählten Pfropfreisern des Bauernhofs Zamadueñas der Landwirtschaftsberatungsstelle der Junta von Kastilien und León in R –110 eingepropft sind.
In bodenkundlicher Hinsicht ist das Feld äderig gestreift, mit überwiegend roter Tonerde und Mergel. Die Reben sind im Spalier, mit Rahmen von 1,5 x 3 m und in Nord-Süd-Richtung gepflanzt.
Die Klimatologie der Gegend ist gekennzeichnet durch kalte Winter, Niederschläge im Frühjahr und Herbst und sehr wenige Niederschläge im Sommer. In den Zeiten der Reifung gibt es grosse Tag- und Nacht-Temperaturschwankungen.