Rebsorte: Prieto Picudo

Die Rebsorte Prierto Picudo ist die verbreiteste dieser Zone, welche die einzige der Welt ist, wo man sie pflanzt (D.O: Tierra de León), weshalb sie weltweit als eine ganz besondere und eigentümliche Rebsorte gilt. Die Leistung ist schwach, mit wenigen Trauben pro Weinrebe, da sie weniger als eine Traube pro Knospe bzw. Auge ergibt. Das Beschneiden der Reben und die Weinlese sind komplex, weil sie vegetativ eine sehr grosse Fähigkeit aufweisen, aussergewöhnliche Knospen zu erzeugen.

Die Trauben sind klein in Gewicht und Gestalt, und die Weinbeeren (1.3 g) sind die kleinsten unter allen Sorten in Mittelspanien. Beim Reifen konkurrieren sie untereinander, so dass die Trauben eiförmig, kompakt („Prieta“) und spitzig („Picuda“) werden.
Diese Sorte weist einen kurzen vegetativen Zyklus von 118 Tagen auf, und ihre Reifung passt sich sehr gut an die Weinlesetage der ersten Oktoberwochen. Der Zuckeranteil entspricht 22.8° Brix, und der Säuregrad ist etwa 7 g/l (der grösste unter den Sorten von Mittelspanien).
Es werden komplexe Rotweine gezüchtet, die sich leicht trinken lassen und sehr aromatisch sind, in denen man die schwarze Frucht mit differenzierten balsamartigen, mineralischen Aromen kosten kann. Sie sind im Mund nachhaltig und wegen ihrem hohen Säuregrad und Alkoholgehalt sehr ausgeglichen. Ihre Lagerfähigkeit (vinos de guarda) ist ausgezeichnet.

Die Entwicklung der Trauben